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Sonderveröffentlichung
Themenspecial Creglinger Stadtfest

50 Jahre Gesamtgemeinde

Das Bild zeigt den letzten Creglinger Gemeinderat im Jahr 1972 (stehend von links nach rechts): Erich Pfannkuch, Emil Döhler, Gert Steinberger, Eugen Scheer, Fritz Weid, Leopold Ritter, Werner Haag, Günter Hofmann. (sitzend von links nach rechts): Friedrich Wolfarth, Helmut Bauer, Fritz Schäfer BILD: STADT CREGLINGEN

29.07.2022

Creglingen. Im Eingangsbereich des Schulzentrums erfolgt am Samstag, 30. Juli, um14 Uhr die Eröffnung der Ausstellung über Creglingen und seine Teilorte unter dem Motto „50 Jahre Gesamtgemeinde“. Daniela Kühnel hat akribische Vorarbeit geleistet. Jeder Ort wird mit seiner Geschichte und seinen Besonderheiten vorgestellt.

1972 war ein ereignisreiches und bedeutsames Jahr für Creglingen. Im Februar wurde aus den 13 ehemals selbstständigen Gemeinden Archshofen, Blumweiler, Creglingen, Craintal, Finsterlohr, Frauental, Freudenbach, Münster, Niederrimbach, Oberrimbach, Reinsbronn, Schmerbach und Waldmannshofen eine neue große Einheitsgemeinde gebildet.

Die Band „Lost Eden“ spielt am Samstag, 30. Juli, ab 20 Uhr auf dem Festgelände in der Kieselallee. BILD: LOST EDEN
Die Band „Lost Eden“ spielt am Samstag, 30. Juli, ab 20 Uhr auf dem Festgelände in der Kieselallee. BILD: LOST EDEN

Anlässlich des runden Jubiläums lohnt sich ein Rückblick: Wie wurde aus 13 einzelnen Orten die heutige Stadt Creglingen des Main-Tauber-Kreises? In allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland erfolgte in den 1960er- und zu Beginn der 1970er-Jahre die sogenannte Gemeindereform. Sie hatte das Ziel, die Kommunalverwaltungen an die veränderten Anforderungen der Gegenwart anzupassen.

Die Ausstellung beleuchtet diesen vielschichtigen Prozess und stellt jeden Ort mit seiner Geschichte und seinen regionalen Besonderheiten vor.

Blumweiler mit Wolfsbuch, Weiler, Seldeneck, Reutsachsen, Schwarzenbronn

■ Geschichte

■ 1313 Erstmals urkundlich erwähnt als „Bluomenwiler“, damals würzburgisches Lehen für die v. Seldeneck.
■ 1404 Ortsherrschaft ging an die Reichsstadt Rothenburg, die 1405 alle hiesigen Leute und Güter an zwei ihrer Bürger verkaufte und alles um 1462 zurückerwarb.
■ In der Folge gehörte Blumweiler zur rothenburgischen Herrschaft Lichtel.
■ 1803 Blumweiler kam an Bayern.
■ 1810 Die Gemeinde Blumweiler ging an Württemberg.
■ 1972 Blumweiler wurde ein Ortsteil von Creglingen.

■ Einwohnerentwicklung:

■ 1800: 530 Einwohner
■ 1850: 560 Einwohner
■ 1900: 540 Einwohner
■ 1950: 693 Einwohner
■ 1970: 429 Einwohner
■ 2021: 328 Einwohner

■ Übersicht über die Bürgermeister:

■ Wilhelm Rahn aus Schwarzenbronn (1913-1922)
■ Johann Lang aus Wolfsbuch (1922-1945)
■ Erwin Combé aus Wolfsbuch (1945-1966)
■ Leonhard Branz aus Reutsachsen (1966-1972)

■ Gemeindefläche:

■ 1491 ha (Stand: 31. Dez. 1963)


Archshofen

■ Geschichte

■ 807 Erste urkundliche Erwähnung von Archshofen.
■ 13. Jh. Archshofen gehörte im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Herrschaften, u. a. dem Deutschorden und den Burggrafen von Nürnberg.
■ 1460 verkaufte der Deutschorden seinen Besitz zu Archshofen an die Rothenburger Patrizierfamilie von Rein, die ihn teils der Stadt Rothenburg, teils der Familie Lochinger überließ. Vermutlich schon vorher waren die Lochinger zu Rothenburg im Besitz von Herrschaftsrechten.
■ 1638 Das Schloss wurde – nach 1391 und 1462 – zum dritten Mal zerstört.
■ 1972 Archshofen wurde ein Ortsteil von Creglingen.

■ Einwohnerentwicklung:

■ 1800: 680 Einwohner
■ 1850: 590 Einwohner
■ 1900: 610 Einwohner
■ 1950: 575 Einwohner
■ 1970: 428 Einwohner
■ 2021: 280 Einwohner

■ Übersicht über die Bürgermeister

■ Fritz Bergmann sen. (1929-1945)
■ Fritz Gehring (1945-1947)
■ Johann Vogel (1947-1948)
■ Otto Vogt (1948-1954)
■ Johann Vogel (1954-1966)
■ Edmund Krank (1966-1972)

■ Gemeindefläche:

■ 598 ha (Stand: 31. Dez. 1963)


Craintal

Historische Ortsansicht von Craintal. BILD: FESTSCHRIFT 700 JAHRE CRAINTAL
Historische Ortsansicht von Craintal. BILD: FESTSCHRIFT 700 JAHRE CRAINTAL

■ Geschichte

■ 1318 Erste urkundliche Erwähnung bei einem Verkauf von Gütern durch die von Hohenlohe-Brauneck.
■ 1448 Der Ort kam an den Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach.
■ In der Folge gehörte Craintal zum ansbachischen Oberamt Creglingen.
■ 1791 Der Ort wurde preußisch.
■ 1806 Craintal fiel an Bayern, vier Jahre später an Württemberg.
■ 1972 Craintal wurde ein Ortsteil von Creglingen.

■ Einwohnerentwicklung:

■ 1800: 180 Einwohner
■ 1850: 178 Einwohner
■ 1900: 160 Einwohner
■ 1950: 199 Einwohner
■ 1970: 131 Einwohner
■ 2021: 148 Einwohner

■ Gemeindefläche:

■ 208 ha (Stand: 31. Dez. 1963)

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