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Sonderveröffentlichung
Themenspecial Häusliche Pflege

Anspruch auf Leistungen

Die Pflegegrade: Sie ermitteln die Schwere der Beeinträchtigungen

Gehbehinderte Menschen haben oft einen Pflegegrad 3. Bild: Pexels

13.10.2021

Obwohl bereits 2017 der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt wurde, sind sich viele Menschen noch unsicher, was es damit auf sich hat. Die einstigen Pflegestufen wurden von den Pflegegraden abgelöst.

Was bedeutet das im Detail und wie werden diese gewichtet? Wo die Pflegegrade hauptsächlich körperliche Beeinträchtigungen berücksichtigten, begutachten die Pflegegrade auch die psychische Verfassung der Betroffenen.

Demzufolge werden Demenzkranke oder psychisch erkrankte Menschen inzwischen deutlich angemessener beurteilt. Die Pflegegrade ermitteln die Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten wie Mobilität (Gewichtung 10 Prozent), Kognition und Kommunikation (15 Prozent), Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (15 Prozent), Selbstversorgung (40 Prozent), den selbstständigen Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen (20 Prozent) sowie die Gestaltung des Alltags und der sozialen Kontakte (15 Prozent).

Ein Gutachter des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) übernimmt die Bewertung der verschiedenen Lebensbereiche. Anhand dessen vergibt er Punkte, die Gesamtpunktzahl entscheidet über den Pflegegrad. 12,5 bis 26,5 Punkte sagen den Pflegegrad 1 (geringe Beeinträchtigung) aus. Für den Pflegegrad 2 (erhebliche Beeinträchtigung) bewegt sich die Bepunktung zwischen 27 und 47 Punkten. Bei Pflegegrad 3 (schwere Beeinträchtigung) erhält man 47,5 bis 69,5 Punkte.

Bei 70 bis 89,5 Punkten handelt es sich um Pflegegrad 4 (schwerste Beeinträchtigung) und bei 90 bis 100 Punkten um Pflegegrad 5 (schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung). Inzwischen haben alle Pflegebedürftige einen gesetzlichen Anspruch auf bestimmte Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. lps/AM.
   

Angehörige bekommen Zeit für sich

Ein Fahrdienst holt die Pflegebedürftigen ab. BILD: PEXELS
Ein Fahrdienst holt die Pflegebedürftigen ab. BILD: PEXELS

Tagespflege

Pflegende Angehörige sind oft viele Jahre einer Doppelbelastung ausgesetzt. Damit sie regelmäßig Zeit für sich selbst haben, gibt es die sogenannte Tagespflege. Hiermit werden pflegende Angehörige für mehrere Stunden entlastet.

Die Tagespflege eignet sich hervorragend, wenn man beispielsweise mit der pflegebedürftigen Person zusammenwohnt oder der Betreute sehr viel Unterstützung, Beschäftigung oder Erinnerung benötigt.

Da das Gesundheitssystem die Notwendigkeit der körperlichen und mentalen Entlastung pflegender Angehöriger berücksichtigt, werden die Kosten einer Tagespflege von der Pflegekasse bezuschusst.

Nach der bescheinigten Kostenübernahme kann man sich an verschiedene Tagespflegeeinrichtungen wen den und Termine vereinbaren. An bestimmten Tagen werden die Betroffenen von einem Fahrdienst abgeholt, in der Einrichtung beschäftigt und betreut und nachmittags wieder nach Hause gebracht. Auf diese Weise können pflegende Angehörige guten Gewissens ein paar Stunden ganz bei sich sein. lps/AM.

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