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Sonderveröffentlichung
Themenspecial Tierpark & Café jetzt geöffnet

Ein lernpädagogischer Erlebnisort

Streicheltierpark Eberstadt: Der neu geschaffene Publikumsmagnet unterhalb des Möbelhauses wurde eröffnet

Die offizielle Eröffnungsfeier fand bereits im Juni statt, seit 1. Juli steht der Park der Bevölkerung offen. Bild: Martin Bernhard

13.07.2021

Eberstadt. „Das ist ein Leuchtturmprojekt“, lobte Alfred Beetz, Vorsitzender der „Leader“-Aktionsgruppe Badisch Franken, den Streicheltierpark mit Café und Biergarten, als er das „Leader“-Schild an Marc und Niko Hofmann übergab. Zur Investitionssumme von rund 250 000 Euro steuerte die EU rund 100 000 Euro bei.

Bereits 2017 habe man die Idee den Mitarbeitern der Firma „Möbel Grammlich“ vorgestellt. Er lobte seine Mitarbeiter für den „Mut zur Veränderung“,der Voraussetzung für dieses Projekt war. Denn statt mit Möbeln musste man sich plötzlich auch mit Tieren befassen. Dem kleinen Tierpark ist ein Café mit Biergarten angeschlossen.

Hofmann erinnerte sich daran, dass in seiner Jugendzeit seine inzwischen verstorbene Oma immer wieder zu ihm gesagt habe: „Wir machen mal zusammen ein Wertschaftle auf.“ Mit der Einrichtung eines Cafés mit Biergarten ist diese Prognose wahr geworden. Das Familienunternehmen bestehe bereits seit 82 Jahren. Das vergangene Jahr sei für den Handel außergewöhnlich gewesen. „Handel ist mehr als ein Produkt“, sagte er. „Man muss eine Beziehung zu seinen Kunden aufbauen.“

Nico Hofmann sprach in dreifacher Funktion zu den Gästen: als Architekt, Ortsvorsteher und Bruder der Grammlich-Geschäftsführer. Nach der Annahme des Projekts durch die „Leader“-Kommission Badisch Franken 2018 musste der Bebauungsplan für das Gelände am Krummebach geändert werden. 2019 erhielt man die Baugenehmigung und die Förderzusage durch die L-Bank. Ende 2020 war die Baumaßnahme beendet.

Wegen der Coronamaßnahmen konnte man den Park allerdings damals nicht eröffnen. Entstanden sei ein optisch ansprechender Streicheltierpark. Man habe hauptsächlich Holz als Werkstoff eingesetzt und präsentiere in dem Park neben Pflanzen und Tieren auch nachhaltige Energiequellen. So werde die Höpfinger Firma Kuhn über Wasser als natürlicher Energieträger informieren und die Firma „Energiezentrum Weikersheim“ über Solarenergie.

In dem Park leben etwa 25 Tiere, darunter Esel, Vorwerkhühner, Kaninchen, Kamerunschafe, Waliser Schwarznasenschafe und Dexter-Rinder, die mit von Tilo Jaufmann aus Götzingen geerntetem naturbelassenen Gras und Kräutern gefüttert werden. Man hat über 30 Nistkästen und ein großes Insektenhotel aufgestellt.

Im Teich haben sich Amphibien angesiedelt. Mit Unterstützung des Obsthofs Behringer aus Boxberg legte man einen Obst-Lehrpfad mit zwölf Bäumen an.

Auch Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, zeigte sich beeindruckt von dem Projekt. „Das ist gelebter Wandel vom Möbelhaus zum Multifunktionszentrum für Begegnung und Freizeit“, stellte er fest.

Auch Bürgermeister Roland Burger erinnerte daran, wie die Idee zu dem Projekt entstanden ist. So sei es unter anderem darum gegangen, ein Alleinstellungsmerkmal für das Möbelhaus zu schaffen. „Statt größer sollte es individueller und spezieller werden“, sagte der Bürgermeister. Allerdings setze das Planungsrecht in einem Dorf Grenzen bei Baumaßnahmen. Und so entwickelte man die Idee für den Streicheltierpark.

In einem Vertrag mit 15-jähriger Laufzeit zwischen Stadt und Möbelhaus sei unter anderem geregelt, dass Bürger den Park ohne Eintrittspreis besuchen dürften. „Am Ende nützt das Projekt vielen: dem Möbelhaus, der Ortschaft und dem Tourismus“, stellte Burger fest. „Ich bin mir sicher, dass dieser Mut belohnt wird.“

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