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Sonderveröffentlichung
Themenspecial die caritas Tauberkreis

Kleine Aufgaben stärken

Erziehungsberatung: Konsequenz muss geübt werden

Wenn Kinder Schwierigkeiten haben, Kontakte herzustellen, gibt die Erziehungsberatung Tipps und Hilfen.

5.07.2021

Die Vielfalt von Familienformen spiegelt sich auch in der Erziehungsberatung wieder.“ Deren Leiter, Bernhard Bopp, weiß, wovon er spricht. Seit 35 Jahren arbeitet er in diesem Metier. Die Kernfamilie aus Vater, Mutter und Kindern gibt es nach wie vor, doch die Zahl von Alleinerziehenden, in Scheidung oder Trennung lebender Paare und Patchwork-Familien hat stark zugenommen. Wenn Eltern oder ein Elternteil zur Erziehungsberatung kommen, dann häufig auch, weil beispielsweise eine Erzieherin auf Schwierigkeiten im Kindergarten aufmerksam gemacht hat. Das Kind habe Probleme, Kontakte herzustellen, kann ein Grund sein. Die Beraterin führt dann ein Erstgespräch, weitere Termine mit den Eltern – teilweise auch mit dem Kind – folgen. „Im Schnitt werden fünf Beratungsgespräche geführt, manche Eltern begleiten wir auch über ein Jahr“, so Bopp.

Viele Eltern, so seine Erfahrung, tun sich beim Thema Konsequenz schwer. Er empfiehlt mit kleinen Aufgaben, wie dem Ausräumen der Spülmaschine, zu beginnen. Dabei sollte von vornherein klar sein, was passiert, wenn der Auftrag nicht erledigt wird. „Die Eltern müssen Konsequenz einüben“, so Bopp. Erst dann können große Themen, wie Hausaufgaben oder der Umgang mit Medien, angegangen werden.

Die Erziehungsberatung findet nicht nur in der Caritas-Zentrale statt, sondern geht auch in die Fläche. Kurse und Vorträge zu Themen werden in den Familienzentren in Boxberg, Grünsfeld und Tauberbischofsheim angeboten, Großrinderfeld soll folgen. In der Corona-Pandemie hat sich zudem die Beratung per Video bewährt. Bernhard Bopp kann sich auch eine Chatberatung vorstellen, wohl wissend, dass sich viele Eltern ohnehin Informationen und Rat in Blogs holen. Dass Kinder immer mehr von ihren Eltern verplant werden, stellt der Leiter der Erziehungsberatung als eine große Veränderung im Laufe der Jahre fest.

Bernhard Bopp: „Einfach mal ohne Erwachsene ziellos herumstromern und Neues entdecken, gibt es heute fast gar nicht mehr. Nicht nur Schule, sondern auch diese Freiräume sind für die Entwicklung von Kindern unter Gleichaltrigen wichtig“.

1992 - 1998

♦ 1992: Das Caritas-Altenpflegeheim Links der Tauber in Wertheim mit 16 Pflege- und fünf Kurzzeitpflegeplätzen wird eröffnet. Der Caritasverband übernimmt auch die Betreuung der benachbarten Seniorenwohnanlage mit 45 Wohnungen. Eine zweite Caritas-Werkstatt für Menschen mit seelischer Behinderung in Tauberbischofsheim bietet 35 Arbeitsplätze. Übernahme des Altenpflegeheims Johann Bernhard Mayer mit 27 Plätzen von der Stadt Lauda- Königshofen. Die Kontaktstelle gegen sexuelle Gewalt wird bei der Psychologischen Beratungsstelle angesiedelt.

♦ 1994: Der Landkreis überträgt dem Caritasverband die „Erziehungsbeistandschaft“ und die „Intensive soziale Einzelbetreuung“.

♦ 1995: Übernahme der Trägerschaft für das Betreute Wohnen für geistig behinderte Menschen im Main-Tauber-Kreis. Im Juli wird der An- und Neubau bei der Caritas- Werkstätte Alois Eckert in Gerlachsheim eingeweiht. der 65 zusätzliche Werkstattplätze bietet und die Pflege und Betreuung von 18 Menschen mit schwersten Behinderungen sichert.

♦ 1996: Sechs Werkstattbeschäftigte beziehen im umgebauten Haus im Schlossweg eine neue Wohngruppe. Der Landkreis überträgt dem Caritasverband das Programm „Mutter und Kind“ für Alleinerziehende und die „Werbung, Beratung und Betreuung Sozialpädagogischer Pflegestellen“.

♦ 1997: Die Schuldnerberatungsstelle wird eingerichtet. Der Landkreis überträgt der Caritas die „Ambulanten Integrationshilfen für junge Spätaussiedler und arbeitslose junge Menschen im Raum Wertheim“. Außerdem werden für die fünf Sozialstationen in Lauda, Tauberbischofsheim, Buchen, Walldürn und Osterburken die Buchführung, teils die Personalabrechnung sowie die betriebswirtschaftliche Beratung übernommen.

♦ 1998: Ins Wohnheim St. Elisabeth in Grünsfeld ziehen 20 schwerst mehrfach behinderte Menschen und 28 Beschäftigte der Caritas-Werkstätte ein. Angegliedert ist eine Tagesstätte mit zwölf Plätzen für Menschen im Förder- und Betreuungsbereich. Die Caritas-Werkstätte Tauberbischofsheim wird um 15 Plätze erweitert. Außerdem wird die Betreuung der Seniorenwohnanlage mit 18 Wohnungen in der Klostergasse in Tauberbischofsheim übernommen.

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