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Leise und komfortabel durch die Stadt

E-Mobilität ist vor allem im Urbanen sinnvoll, am besten mit kleinen Elektroautos

Kleine Versuchung: Günstiger als die größeren Geschwister, können elektrische Kleinwagen einen bezahlbareren Einstieg in die Elektromobilität bieten. BILD: FABIAN SOMMER/DPA

15.07.2022

Keine vier Meter lang und dazu noch lokal emissionsfrei. Kleinwagen mit Elektromotor bieten in der Stadt und auf kurzen Strecken einige Vorteile. Neben dem sauberen E-Antrieb sind das einfaches Einparken und vor allem die Kosten. Derzeit bieten einige Hersteller aktuelle E-Kleinwagen an. Ein Trend? Für dieses Jahr sieht Jens Dralle eine größere Auswahl von Kleinwagen mit Elektroantrieb als noch die Jahre zuvor. „Das Angebot nimmt zu und die allermeisten Kleinwagen mit E-Motor fahren sich komfortabler und dynamischer als mit einem Verbrennungsmotor“, sagt der Testchef der Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“.

Entscheidend für die Wahl des richtigen E-Autos sei das eigene Nutzungsverhalten. „Gerade bei der geringeren Reichweite sollten sich Interessierte Gedanken machen, wie sie das Auto einsetzen und wie viele Kilometer sie pro Tag fahren“, sagt Dralle. Auch wegen noch mangelnder Schnelllademöglichkeit sei eine Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz empfehlenswert.

Für ein zügiges Laden sollten Kleinwagen einen Onboard-Lader besitzen, der mindestens 11 kW Wechselstrom verarbeiten kann. So stecken etwa im Mini und Fiat ein 11-kW-Lader, im bisherigen VW E-Up dagegen nur ein 7,2-kW-Lader. Wer längere Strecken zurücklegen will, achtet auf einen Gleichstrom-Durchfluss (DC) von mindestens 50 kW – damit zapfen die E-Autos an DC-Schnellladesäulen schneller Energie. Hier muss der Strom nicht gewandelt werden. Bei den Steckertypen gibt es keine Entscheidungsschwierigkeiten: In Europa ist das für die Wallbox standardmäßig der Typ-2-Stecker, auch bekannt als Mennekes-Stecker. Mittelfristig wird sich die elektrische Reichweite bei Kleinwagen erhöhen. „Die Technologie macht derzeit große Fortschritte,daher ist die Wertentwicklung nicht absehbar“, sagt Dralle. Neben einem Neukauf seien daher eine Drei-Wege-Finanzierung oder ein Privatleasing interessant, bei dem Benutzer das Auto nach der vorgeschriebenen Mietdauer zurückgeben können. Bis Ende 2022 zahlt der Bund eine Innovationsprämie für neue und junge gebrauchte E-Autos. Für rein elektrischbetriebene Fahrzeuge liegt die Förderung bei bis zu 9000 Euro.

Aktuelle E-Kleinwagen:

BMW i3:

Mit dem i3 stellte BMW schon 2013 einen Vier-Meter-Kleinwagen mit vier Türen und leichter Carbonkarosserie vor.Damit zählt der i3 zu einem der ersten neu entwickelten E-Kleinwagen. Der Motor leistet mindestens 125 kW/170 PS, seine Batteriekapazität beträgt 37,9 kWh und reicht für bis zu 307 Kilometer Normreichweite. Preis ab 39 000 Euro.

Dacia Spring:

Der Spring ist ein neuer, günstiger E-Kleinwagen der Renault-Tochter Dacia. Auf 3,73 Meter Länge entwickelte Dacia ein einfaches und sparsames Auto mit 33 kW/44 PS starkem E-Motor, 27,4-kWh-Batterie und 30 Kilometer Reichweite. Ab 20 490 Euro.

New E.Go Mobile:

Der 3,34 Meter kurze Kleinstwagen E.Go Mobile Life aus Aachen bietet auf wenig Raum vier Personen Platz und wird von einem E-Motor mit bis zu 57 kW/77,5 PS angetrieben. Die Reichweite der Batterie (21,15 kWh) liegt bei 125 Kilometer. Ab 22 900 Euro.

Fiat 500 Electric:

Mit 70 kW/95 PS oder 87 kW/118 PS fährt der zweitürige Fiat 500 flott. Die kleine Batterie fasst 23,8 kWh, die größere 42 kWh. Bis zu 321 Kilometer Reichweite sind mit dem 3,62 Meter langen Fiat möglich. Ab 26 790 Euro.

Honda E:

Besonders stylish zeigt sich der kleine Honda. Mit Kameras statt Rückspiegeln und einem breiten Display innen bietet der 3,89 Meter kurze Viertürer eine moderne Optik. Mit dem 100 kW/136 PS starken E-Motor und der 35,5 kWh-Batterie fährt der Honda maximal 222 Kilometer weit. Preis ab 33 850 Euro.

Mini Cooper Electric SE:

Als Zweitürer bietet Mini die 3,84 Meter lange Elektroversion Electric SE an. Als Antrieb dient ein 135 kW/184 PS-Motor, der für flottes Fahren sorgt. Mit der 28,9 kWh-Batterie kann der Mini bis zu 234 Kilometer zurücklegen. Preis: mindestens 32 500 Euro.

Peugeot E-208:

Auf knapp vier Metern Länge bietet der Peugeot E-208 vier Türen und ausreichend Platz für vier Personen. Als Antrieb dient eine E-Maschine mit 100 kW/136 PS,mit der 50-kWh-Batterie ist eine Reichweite von rund 360 Kilometer möglich. Preis: ab 32 450 Euro.

Opel Corsa E:

Der kleine Opel ist baugleich mit dem Peugeot E-208, setzt auf die gleiche Technik bei Motor und Batterie. Nur Optik und die Bedienung unterscheiden sich, ebenso die Ausstattungsdetails. Der Preis startet bei 30 400 Euro.

Renault Twingo Electric:

Das nur 3,61 Meter kurze Stadtauto Twingo bietet Renault nun auch mit E-Motor an. 60 kW/82 PS leistet der Antrieb, die Batterie fasst 22 kWh, was für 190 Kilometer Reichweite reicht. Preis: ab 23 790 Euro.

Renault Zoe E-Tech:

Mit dem Zoe hat Renault einen Klassiker im Programm, verkauft das knapp vier Meter kurze Auto seit 2012. Die E-Maschine leistet entweder 80 kW/108 PS oder 100 kW/136 PS, die Batterie speichert je nach Wahl entweder 41 oder 52 kWh. Reichweite bis zu 395 Kilometer. Preis: ab 29 990 Euro.

Smart Fortwo Electric:

Zwei Türen, zwei Sitze und nur 2,69 Meter kurz.Der Smart Fortwo Electric (60 kW/82 PS) findet in der Stadt schnell einen Parkplatz. Seine 17,6-kWh-Batterie reicht für rund 160 Kilometer. Preis: ab 21 940 Euro.

WE-Up:

Zwischenzeitlich war der VW E-Up ausverkauft, bald soll er sich aber wieder bestellen lassen.Der nur 3,54 Meter kurze Viertürer mit vier Sitzplätzen sorgt mit dem 61 kW/83 PS starken E-Antrieb für ausreichend Vorankommen. Eine Batterie mit 32,3 kWh langt für eine 260 Kilometerweite Fahrt. Preis: noch nicht bekannt. tmn

Akku laden beim Einkauf

Immer mehr Supermarkt-Ketten stellen Ladesäulen für E-Autos auf ihren Kundenparkplätzen parat. Das berichtet die „Auto Motor Sport“ (2/2022) in einer Extra-Beilage. Auch große Bau- und Möbelhausketten haben an einigen Filialen dieses Angebot.

Die Bedingungen sind unterschiedlich. So wird mancherorts etwa die Ladedauer auf eine Stunde beschränkt und der Service meist auch nur zu den Öffnungszeiten des Geschäfts angeboten. Zuweilen ist auch eine spezielle Lade-App erforderlich. Vielerorts sei immer noch kostenloses Laden möglich. Das könne sich künftig aber auch ändern.

Etwa dort, wo Geschäfte mit Energiekonzernen zusammenarbeiten, bezahle man auch jetzt schon – dann wieder um ist Laden meist rund um die Uhr möglich. Insgesamt gehe der Trend zu höheren Ladeleistungen, doch auch hier ist die Situation uneinheitlich. So setzen manche besonders im städtischen Raum oder in der Nähe von Autobahnen auf Schnelllader.

Standorte oft in Apps angezeigt

Bedingungen und Standorte lassen sich auf den entsprechenden Homepages einsehen. Manche Ladepunkte seien auch in den meisten Lade-Apps zu finden. Lademöglichkeiten stellen demnach beispielsweise Filialen von Aldi Süd, Lidl oder Kaufland parat. Auch solche von Rewe oder Penny, Ikea, Hornbach, Hellweg oder Burger-Ketten wie McDonald’s oder Burger King werden aufgezählt. tmn

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