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Sonderveröffentlichung
Themenspecial Elektromobilität: Jetzt mit staatlicher Förderung und modernster Technik

So kommt man an den Zuschuss

Elektroautos: Tipps für die Antragstellung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle / Wichtig ist die richtige Modellvariante

Ist der Fördertopf nicht vorher schon leer, können Autofahrer noch bis Ende 2025 die E-Auto-Umweltprämie beantragen. BILD: DPA

10.09.2021

Bis zu 9000 Euro Zuschuss erhalten Autofahrer, wenn sie sich für den Kauf eines neuen E-Autos entscheiden. Ganz einfach ist das allerdings nicht – eine Übersicht.

Die Klimaziele des Bundes machen es möglich: Um bis 2030 möglichst 10 Millionen E-Autos auf den Straßen zu haben, ist der 2016 eingeführte Umweltbonus noch einmal um eine Innovationsprämie erhöht worden. Ist der Fördertopf nicht vorher schon leer, können Autofahrer so noch bis Ende 2025 den Zuschuss beantragen. Und das funktioniert so:

Auto aussuchen: Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat auf seiner Internetseite (www.bafa.de) eine Liste förderfähiger Fahrzeuge hinterlegt. Aktuell umfasst sie gut 500 E-Fahrzeuge, wobei manchmal das Basismodell aufgelistet ist, manchmal aber auch eine Modellvariante.

Autohaus Lademann GmbH & Co. KG

Diese Durchmischung kritisiert der ADAC, denn entscheidend für die Höhe der Förderung ist der Preis des Basismodells. So aber sei beispielsweise nicht klar ersichtlich, ob ein Fahrzeugmodell für die volle oder reduzierte Förderhöhe qualifiziert sei. „Die Liste der förderfähigen Fahrzeuge ist nur sehr schwer zu verstehen und mit zunehmenden Fahrzeugen immer unübersichtlicher“, sagt Katharina Lucà. „Es sind alte und aktuelle Modelle gleichermaßen in der Liste,und Käufer können fälschlicherweise die Förderung für das falsche Modell beantragen“, sagt die ADAC-Sprecherin.

Wer sich daher für ein Fahrzeug interessiert, dessen Netto-Listenpreis sich an der Grenze von 40.000 Euro bewegt, sollte im Zweifelsfall noch einmal direkt beim BAFA nach fragen. Bei bis zu 40.000 Euro für das Basismodell beträgt der Zuschuss insgesamt 9000 Euro. Liegt der Grundpreis zwischen 40.000 und 65.000 Euro, gibt es noch 7500 Euro dazu, darüber hinaus wird nicht gefördert.

Auto kaufen: Ist das passende E-Auto gefunden, folgt der Kauf. Hier ist darauf zu achten, dass auf der Rechnung des Händlers der Herstelleranteil an der Förderung ausgewiesen ist. Dies ist für die Gewährung der Förderung wichtig. „Leider sind die Förderrichtlinien in diesem Punkt nicht eindeutig genug, denn es ist unklar, ob der Herstelleranteil wirklich als solcher bezeichnet werden muss oder ob es reicht, wenn ein Nachlass ohne nähere Bezeichnung auf der Rechnung auftaucht“, sagt Markus Schäpe, Leiter der Juristischen Zentrale des ADAC. Die eigentliche Fördersumme teilen sich Hersteller und Bund.

Beträgt der Netto-Listenpreis eines Fahrzeugs beispielsweise39.000Euro, fördert der Bund den Kauf mit 6000 Euro, die später direkt an den Halter ausbezahlt werden. „Der Anteil des Herstellers am Umweltbonus beträgt dann 3000 Euro, die auf der Rechnung erst einmal als Mindestnachlass abgezogen werden“, erklärt Marcus Weller vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

„Darüber hinaus kann der Händler noch einen eigenen Nachlass von beispielsweise 1000 Euro gewähren, welcher auf der Rechnung auszuweisen ist.“ Der Netto-Kaufpreis für den Kunden betrage dann 35.000 Euro. Verfüge das Auto über eine Sonderausstattung, werde die erst danach zum Kaufpreis addiert.

Antrag online ausfüllen: Der eigentliche Antrag muss online gestellt werden. Dies kann der Käufer und spätere Halter selbst machen oder es dem Autohändler als „Dienstleister“ überlassen. Überlässt der Käufer die Antragstellung dem Händler, sollte er sich vergewissern, dass alle Angaben korrekt sind und der Antrag nicht zu früh abgeschickt wurde. „Wenn etwa der Antrag vor der Zulassung gestellt wird oder der Käufer gar nicht der Halter ist, wird das vermutlich einen Ablehnungsbescheid zur Folge haben“, warnt Schäpe.

Der ADAC empfehle daher, den Antrag selbst zu stellen. Der Umweltbonus wird immer nur an denjenigen, auf den das Fahrzeug zugelassen wird, ausgezahlt. Angefügt werden muss dem Antrag eine Kopie der Fahrzeugrechnung, auf der die einzelnen Posten wie Herstelleranteil und Sonderausstattungen klar aufgelistet sein müssen. „Alle Positionen auf dieser Rechnung müssen zudem exklusive der Mehrwertsteuer ausgewiesen sein“, erklärt Weller.

Geduldig sein: Jetzt heißt es warten. „Seit der Bund die Fördersumme erhöht hat, hat auch die Zahl der Anträge erheblich zugenommen. Wartezeiten von drei Monaten und mehr sind daher nicht ungewöhnlich“, sagt Weller. Nachhaken aber müssten Antragsteller nicht. Sofern beim Antrag etwas fehle, melde sich das BAFA automatisch.

Eingang des Bescheids: Der eigentliche Zuwendungsbescheid kommt dann wieder ganz klassisch mit der Post in Form eines Briefes. Parallel dazu wird die Summe auch auf das Konto des Fahrzeughalters überwiesen. „In dem Zuwendungsbescheid wird auch noch einmal darauf hingewiesen, dass der Wagen mindestens sechs Monate auf den Halter zugelassen sein muss, ansonsten muss der Zuschuss zurückerstattet werden“, sagt Weller. Beim Leasing sei die Förderung noch einmal gestaffelt und hänge von der Leasingdauer ab.

Spezialfall Gebrauchtwagen: Auch für Gebrauchte kann eine Förderung beantragt werden, hier allerdings gelten noch einmal andere Voraussetzungen. Ein gebrauchtes E-Auto muss erstmalig nach dem 4. November 2019 in der EU zugelassen worden sein sowie nach dem 3. Juni 2020 und bis zum 31. Dezember 2021 eine Zweitzulassung in Deutschland erhalten. „Dabei darf es nicht länger als zwölf Monate erstzugelassen gewesen sein, damit der Umweltbonus beantragt werden kann“, so Weller. Entscheidend sei hierbei die tatsächliche Dauer der Zulassung, nicht das Baujahr.

„Selbst wenn das Fahrzeug älter als 12 Monate ist, aber bisher nur für sechs Monate zugelassen wurde, ist es förderfähig.“ Daneben müsse der Verkaufspreis mindestens 20 Prozent unter dem Netto-Listenpreis liegen. Auch darf der junge Gebrauchte nur eine maximale Laufleistung von 15.000 Kilometer aufweisen und noch keine Förderung erhalten haben.

Und noch ein weiterer Punkt ist entscheidend. „Die Förderung für einen Gebrauchtwagen kann nur dann beantragt werden, wenn es sich nicht um einen privaten Gebrauchtwagenkauf handelt“, erklärt ADAC-Jurist Schäpe. Auch dies sei ein Punkt, der in den Informationen zu den Fördervoraussetzungen auf der BAFA-Homepage leider nicht verständlich genug formuliert sei. dpa/tmn
 

Geld für Einbau von Ladepunkt

Pro Ladepunkt kann es 900 Euro Zuschuss geben. BILD: HEIDELDRUCK
Pro Ladepunkt kann es 900 Euro Zuschuss geben. BILD: HEIDELDRUCK

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur(BMVI) und die KfW fördern seit Ende November 2020 die Errichtung neuer Ladestationen für Elektroautos im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von Wohngebäuden. Investoren erhalten für den Erwerb und die Errichtung neuer Ladestationen einschließlich des Anschlusses an das Stromnetz einen Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt.

Ziel der Förderung ist es, Privatpersonen zu motivieren, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen und hierfür eine ausreichende Ladeinfrastruktur im privaten Bereich zu schaffen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass der für den Ladevorgang genutzte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Dieser kann über einen entsprechenden Stromliefervertrag und/ oder aus Eigenerzeugung vor Ort – zum Beispiel aus eine Photovoltaik-Anlage – bezogen werden.

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Wohneigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger. Der Zuschuss muss vor Beginn des Vorhabens im KfW-Zuschussportal beantragt werden. Maßgeblich für den Vorhabensbeginn ist die verbindliche Bestellung der Ladestation bzw. der Abschluss eines entsprechenden Lieferungs- und Leistungsvertrags. Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss der Maßnahme gegen Vorlage der von den durchführenden Fachunternehmen erstellten Rechnungen. kfw

- Nähere Informationen zum Förderprodukt einschließlich einer Liste der förderfähigen Ladestationen sind abrufbar unter www.kfw.de/440

Bei Probefahrt die Reichweite ermitteln

Gebrauchtes E-Auto kaufen: Verbliebene Akkuleistung muss für geplanten Einsatz reichen

Ist ein neues Elektroauto zu teuer, tuts vielleicht für ein gebrauchtes Modell. Welche Mindestreichweiten sind sinnvoll, was ist mit dem Akku und wie kann ich einfach ich die Reichweite prüfen?

Vollgeladen auf Testfahrt

Bei einem gebrauchten E-Auto ist eine ausdehnte Probefahrt sinnvoll. Dabei lässt sich gleich die reale Reichweite abschätzen. Dazu rät der ADAC. Dafür sollte das Auto vollgeladen und der Bordcomputer auf null gestellt sein. Wer dann mit seinem Fahrprofil nach 50 Kilometer schon die halbe Ladung verbraucht hat, weiß: Bei voller Batterie dürften auch nur etwa 100 Kilometer real drin sein. Selbst dann, wenn der Computer noch 130 oder mehr Kilometer als Restreichweite angibt.

Wer mit dem E-Auto pendeln will, benötigt demnach als Minimum die einfache Strecke zwischen dem Zuhause und dem Arbeitsplatz plus ausreichend Sicherheitspuffer. Und das auch nur, wenn man am Arbeitsplatz nachladen kann. Ansonsten ist die doppelte Distanz plus Puffer das unterste Minimum. Genügend Reserve ist extrem wichtig.

Puffer einrechnen

Reale Reichweiten von E-Autos weichen laut ADAC von Normangaben ab. In Tests kam der Autoclub auf durchschnittlich 20 Prozent Abweichung zur WLTP-Norm und auf 40 Prozent zu Angaben nach NEFZ-Norm. Mit dem Alter der Akkus und der Anzahl der Ladezyklen nimmt die Reichweite weiter ab. Zusätzlich müsse man einen Puffer von 10 bis 30 Prozent einrechnen – abhängig vom Fahrverhalten, Außentemperatur und Nutzung der Heizung oder Klimaanlage. So kann es etwa sein, dass aus einer Reichweite von 200 Kilometer nach NEFZ im Einzelfall weniger als 100 Kilometer reale Reichweite werden dpa/tmn

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