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Weite Welt oder weite Wege

AUSBILDUNG: Wenn Azubis bei den Eltern ausziehen

Weite Welt oder weite Wege

Wohnheim, Internat oder die erste eigene Wohnung: Besonders, wenn auf Azubis lange Pendelstrecken zukommen, kann es sinnvoll sein, daheim auszuziehen. BILD: Christin Klose, dpa

Einen Ausbildungsplatz finden und die ersten Schritte im Berufsleben gehen: Das ist für Schülerinnen und Schüler oft schon Herausforderung genug. Was, wenn sie zudem zu Hause ausziehen müssen - oder wollen? Wer direkt nach der Schule in eine duale Berufsausbildung startet, ist oft noch ziemlich jung. Gleichwohl wünschen sich viele angehende Azubis, eigenständig zu leben und in die Welt zu ziehen. Ist ein Umzug mit Start in die Ausbildung denkbar?Marlen Leffler, Studien- und Berufsberaterin in der Geschäftsstelle Schmalkalden der Agentur für Arbeit in Suhl, beantwortet die wichtigsten Fragen.

Ist es ein realistischer Wunsch, während der Ausbildung nicht mehr bei den Eltern wohnen zu wollen?

Marlen Leffler: Es kommt vor und ist definitiv nicht unrealistisch, dass junge Menschen mit Beginn einer Ausbildung auch auf eigenen Beinen stehen wollen. Manchmal müssen Jugendliche während ihrer Ausbildung sogar außerhalb ihres Wohnortes leben, da der gewünschte Ausbildungsberuf nicht wohnortnah ausgebildet wird oder der Standort der Berufsschule ein tägliches Pendeln nicht zulässt. Wer zum Beispiel hier bei uns in Thüringen auf dem Land wohnt und die Berufsschule in Erfurt besuchen soll, bekommt mit 16 Jahren und ohne Führerschein schon Schwierigkeiten.

Besonders da also, wo auf Azubis lange Pendelstrecken zukommen würden oder es gar keine Möglichkeit gibt, den Betrieb mit dem öffentlichen Nahverkehr zur erreichen, kann es ein sinnvoller Schritt sein, etwa in ein Wohnheim zu ziehen.

Wenn Auszubildende noch unter 16 Jahre alt sind, müssen zusätzlich aber rechtliche Rahmenbedingungen, wie sie etwa das Jugendarbeitsschutzgesetz vorsieht, erfüllt werden. Jugendliche brauchen zum Beispiel im Wohnheim ein bestimmtes Maß an Betreuung. Soll es eine eigene Wohnung sein, müssen sich in der Regel die Eltern darum kümmern.

Welche Wohnmöglichkeiten bieten sich an?

Leffler: Es gibt zum Beispiel Wohnheime oder Internate speziell für Azubis. Sie werden etwa von der Stadt oder der Kommune betrieben. In größeren Städten können Azubis auch mal in Studentenwohnheimen unterkommen.

Daneben gibt es mittlerweile Arbeitgeber, die an Berufsschulstandorten Wohnungen anmieten oder Wohnheime haben, damit die Azubis dort während des theoretischen Teils der Ausbildung wohnen können.

Es besteht auch die Möglichkeit, eine eigene Wohnung zumieten. Hier müssen sich aber in der Regel die Eltern zu den Voraussetzungen erkundigen – und längst nicht jeder Vermieter ist mit einer Vermietung an Minderjährige einverstanden.

Wie lässt sich der Auszug finanziell stemmen?

Leffler: Es ist natürlich schwierig, die Miete allein mit der Ausbildungsvergütung zu stemmen. Grundsätzlich sind die Eltern von Auszubildenden verpflichtet, sie zu unterstützen, wenn der Bedarf zum Leben, Lernen und Wohnen über die Ausbildungsvergütung nicht gedeckt ist.

Reicht aber das Einkommen der Eltern dafür nicht aus und sind vielleicht noch weitere Kinder im Haushalt zu versorgen, kann für das Kind als Azubi Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bestehen. Sie ist für Azubis gedacht, die nicht mehr zu Hause wohnen können, zum Beispiel weil ihr Ausbildungsbetrieb nicht in einer bestimmten Zeit zu erreichen ist.

Die Azubis können BAB als Zuschuss bei der Agentur für Arbeit beantragen. Sie müssen die Geldleistung nicht zurückzahlen. Bezuschusst werden Wohnungskosten, Familienheimfahrten und die Kosten für das Pendeln vor Ort.Wie hoch die Leistung ausfällt, hängt von der Ausbildungsvergütung und dem Einkommen der Eltern ab. Es gibt auch die Möglichkeit, Stipendien zu beantragen. Und: Inzwischen ist es so, dass Arbeitgeber ihre Azubis beim Thema Wohnen vermehrt unterstützen. Da hat wirklich ein Wandel stattgefunden und dieser ist sicherlich noch nicht abgeschlossen.

Wer mit seinem Ausbildungsbetrieb offen das Gespräch sucht, kann unter bestimmten Umständen einen Zuschuss oder Darlehen vom Ausbildungsbetrieb erhalten – etwa zur Finanzierung der Wohnheimmiete. Teilweise stellen Unternehmen Pendelbusse kostenfrei zur Verfügung oder passen die Arbeitszeiten an die öffentlichen Verkehrsmittel an. TEXT: Amelie Breitenhuber, dpa

Mit Absagen umgehen

An Erfahrungen kann man wachsen

Wenn man alle Hürden der Bewerbung hinter sich gebracht hat und hoffnungsvoll auf eine Antwort wartet, kann eine schlussendliche Absage sehr ernüchternd sein. Doch Ablehnungen gehören dazu und man sollte sich nicht von ihnen unterkriegen lassen. Viel wichtiger ist es, die Absage aus einer objektiven Sichtweise zu betrachten und nicht zu persönlich zu nehmen. Zahlreiche Faktoren können zu dieser Entscheidung des Arbeitgebers geführt haben. Wem es schwerfällt, die Situation aus der Distanz zu betrachten, sollte sich Hilfe bei vertrauten Personen holen und mit ihnen die Lage neu begutachten. Absagen sind schließlich immer eine Einladung zu Wachstum und Reflektion.

Was hat im Vorstellungsgespräch vielleicht nicht so gut funktioniert? Auf welche Frage könnte man sich beim nächsten Mal besser vorbereiten? Welche Punkte in Lebenslauf und Anschreiben benötigen nochmal einen Feinschliff? Doch nicht immer muss der Grund in mangelhafter Präsentation liegen. Vielleicht haben die Vorstellungen beider Parteien nicht übereingestimmt und dann ist es umso besser, wenn es nicht zu einem Zusammenarbeiten kommt. Eventuell besteht die Möglichkeit direkt beim Unternehmen nachzufragen und sich so ein Feedback einzuholen. Das ist die einfachste Methode, um die Absage einzuordnen und das zukünftige Vorgehen entsprechend anzupassen. Dass man sich trotzdem verletzt fühlt, ist ganz natürlich und braucht eine Weile, um verarbeitet zu werden. Anschließend gilt es aber neuen Mut zu fassen. Denn mit Sicherheit wartet ein passenderes Angebot auf einen, auf das man sich nun umso besser vorbereiten kann. lps/LK.

Ausbildung bei den Besten

Wieder 100 neue Nachwuchskräfte beim TOP Ausbildungsbetrieb gestartet

Anfang September konnten im Ausbildungszentrum am Standort Satteldorf wieder viele motivierte Nachwuchskräfte bei LEONHARD WEISS begrüßt werden

Für die Auszubildenden in 23 Berufen startet nun ein neues Kapitel im Leben. Die Bauunternehmung tut viel daran, ihnen ihren Start und die gesamte Ausbildungszeit so angenehm wie möglich zu gestalten. LEONHARD WEISS bietet als einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Region und als größter Ausbildungsbetrieb der Baubranche in Baden-Württemberg weit mehr als im regulären Ausbildungsrahmenplan vorgeschrieben ist. Gleich zu Beginn warten gemeinsame Aktivitäten auf die Azubis. Dazu zählen gemeinsame Schulungen, Ausflüge und die Einführungswoche in Nürnberg. Im zweiten Jahr steht die Mitarbeit an einem sozialen Projekt an und zum Schluss gibt es für die drei Jahrgangsbesten den Schlüssel zum begehrten LEONHARD WEISS-Champmobil. Intensive Unterstützung erhalten die Nachwuchskräfte zudem über das neue Ausbildungszentrum am Standort Satteldorf.

Der erste Eindruck zählt

Einen familiären Start der Ausbildung sieht LEONHARD WEISS als besonders wichtig, um diese langfristig an das Unternehmen zu binden. Die beste Basis für einen soliden Mitarbeiterstamm ist, früh in die Ausbildung zu investieren. LEONHARD WEISS ermöglicht diese Zuwendung nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch in einer kompetenten und familiären Betreuung, im Stiften von Gemeinschaft und in dem Freiraum zur Entfaltung eines jeden Einzelnen. Dies beginnt für die jungen Nachwuchskräfte bei einer ereignisreichen Ausbildungszeit mit viel Verantwortung und führt sich fort durch deren kontinuierliche Weiterentwicklung und späteren Aufstiegschancen. Auch die persönliche Note ist ausschlaggebend – besonders bei der Bauunternehmung. „Wir geben unseren Auszubildenden den Wertekompass unseres Familienunternehmens, der unsere LEONHARD WEISS-Kultur ausmacht, gleich von Beginn an mit in die Hand. So lernen sie früh, dass gegenseitiges Vertrauen und der Umgang auf Augenhöhe bei uns großgeschrieben werden“, betont Alexander Weiss, geschäftsführender Gesellschafter von LEONHARD WEISS.

50 Jahre Ausbildung bei LEONHARD WEISS

Die Bauunternehmung hat eine lange Historie als Ausbildungsbetrieb vorzuweisen. 1972 startete der allererste Auszubildende der Bauunternehmung im Straßenbau. Über 3.000 junge Menschen taten es ihm bis heute gleich. Inzwischen bietet LEONHARD WEISS verschiedene Ausbildungsberufe gewerblicher, technischer oder kaufmännischer Richtungen an. Neben Göppingen und Satteldorf können Interessierte an 17 weiteren Standorten mit ihrer Ausbildung starten. Dazu zählen in Baden-Württemberg die Städte Bad Mergentheim, Filderstadt, Karlsruhe, Kirchheim, Ludwigsburg, Metzingen, Öhringen, Stuttgart und Weinstadt. Auch in Frechen, Köln, Günzburg, Hamburg, Langen, Nürnberg, Plankstadt und Weinstadt wartet ein neuer Lebensabschnitt auf die jungen Nachwuchskräfte.

Auch nach diesem halben Jahrhundert legt das Familienunternehmen noch immer großen Wert auf die Ausbildung und investiert viel in die berufliche und persönliche Weiterentwicklung seiner angehenden Fachkräfte. Das zeigt z. B. jüngst der Bau des eigenen Ausbildungszentrums am Standort Satteldorf oder das jährliche Sozialprojekt mit den Radio 7 Drachenkindern.

Zum Unternehmen

LEONHARD WEISS bedient Kunden in den drei operativen Geschäftsbereichen Ingenieur- und Schlüsselfertigbau, Straßen- und Netzbau sowie Gleisinfrastrukturbau. Seine beiden Hauptsitze hat das innovative, mittelständische Familienunternehmen in Göppingen und Satteldorf und zählt inzwischen über 6.300 Mitarbeiter.