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Sonderveröffentlichung
Themenspecial Steuerberater aus der Region

Werden Steuern fällig?

Steuererklärung: Immer mehr Rentner sind in der Steuerpflicht

Anlage R wie Rentenbezüge: Immer mehr Rentner müssen eine Steuererklärung abgeben. BILD: DPA

7.05.2021

Zwar müssen die meisten Rentner und Rentnerinnen keine Steuern zahlen. Doch durch die Rentenerhöhung im letzten Jahr kann eine Steuerpflicht entstanden sein. Dann ist auch eine Steuererklärung nötig.

Viele Rentnerinnen und Rentner fragen sich: Wann muss ich eine Steuererklärung abgeben? Die Antwort: Immer dann, wenn das zu versteuernde Einkommenden jährlichen Grundfreibetrag überschreitet. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin. 2020 lag er für Alleinstehende bei 9408 Euro und für Verheiratete bei 18 816 Euro.

Zum 1. Juli 2020 hat es eine ordentliche Rentenerhöhung gegeben. Dadurch kann der eine oder die andere in die Steuerpflicht gerutscht sein und muss eine Steuererklärung abgeben. Zumindest sollte kein Rentner und keine Rentnerin davon ausgehen, dass das Finanzamt sie automatisch weiterhin nicht behelligt, erklärt der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL). Das heißt aber nicht unbedingt, dass auch Steuern fällig werden.

Teil der Rente bleibt steuerfrei

Wer 2005 oder früher in Rente gegangen ist, für den sind 50 Prozent der Bruttorente steuerpflichtig - der Rest ist steuerfrei. Dieser Anteil verändert sich im Laufe der Jahre nicht mehr. Mit jedem späteren Rentenjahrgang vergrößert sich dieser Anteil und liegt bei Rentenbeginn im Jahr 2020 schon bei 80 Prozent.

Darüber hinaus können etliche Aufwendungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden. So können Rentner und Rentnerinnen zahlreiche Ausgaben abziehen, zum Beispiel Spenden, Kosten für Medikamente, Brillen oder anerkannte Therapien. Auch Kosten für eine Haushaltshilfe oder Handwerkerarbeiten gehören dazu. Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung sind ebenfalls abzugsfähig.

Pauschalen gibt es automatisch

Wer keine Aufwendungen erklärt oder nachweist, dem bescheinigt das Finanzamt automatisch einen Werbungskosten-Pauschbetragvon 102 Euro. Für Sonderausgaben gilt ein Pauschbetrag von 36 Euro. Bis spätestens am 2. August 2021 muss die Steuererklärung für 2020 beim Finanzamt sein. Übernehmen Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater die Erklärung, ist der 28. Februar 2022 Stichtag.

Grundsätzlich kann das Finanzamt für die letzten sieben Jahre zur Abgabe einer Erklärung auffordern. Außerdem werden nach 15 Monaten Karenzzeit Zinsen fällig, hinzu kommt für Steuernachzahlungen ein Verspätungszuschlag. Besser ist es also, sich zu informieren, ob man steuerpflichtig ist, und seine Erklärung abzugeben. dpa


Kosten für letzte Steuererklärung absetzen

Erbschaftssteuer: Entscheidung des Bundesfinanzhofes

Beauftragt ein Erbe einen Steuerberater, um Steuererklärungen des Verstorbenen nachzureichen, sind das Nachlassverbindlichkeiten. Diese können genauso wie Kosten für die Wohnungsräumung abgesetzt werden. Erben, die für den Verstorbenen eine Steuererklärung abgeben, können die Kosten für den Steuerberater bei der Erbschaftsteuer absetzen. Dies gilt auch für die Räumungskosten der Eigentumswohnung des Verstorbenen. Im konkreten Fall klagte eine Tochter, deren verstorbener Vater Kapitalerträge in der Schweiz erzielte, die er in seinen Einkommensteuererklärungen der Jahre 2002 bis 2012 verschwiegen hatte. Die Tochter ließ die Einkommensteuererklärungen berichtigen. Die dabei entstandenen Kosten und die Räumungskosten machte sie als Nachlassverbindlichkeit in ihrer Erbschaftsteuererklärung geltend.

Das muss das Finanzamt akzeptieren, entschied der Bundesfinanzhof. Voraussetzung für den Abzug ist lediglich, dass der Verstorbene ursprünglich zur Abgabe der Steuererklärungen verpflichtet war. Und auch für die Räumungskosten gaben die Richter grünes Licht. Denn die Durchsicht und Räumung des Haushaltes steht noch im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Nachlass, so das Gericht. dpa
  

Gemeinsam oder getrennt?

Kann ein Ehe- oder Lebenspartner seinen Sparerfreibetrag wegen fehlender Einnahmen nicht oder nicht vollständig nutzen, wird der Pauschbetrag des anderen Partners um den nicht aus geschöpften Betrag erhöht. Liegt dem depotführenden Institut ein gemeinsamer Freistellungsauftrag vor, übernimmt das Bankinstitut die Aufteilung. Gemeinsam veranlagte Ehegatten können entweder einen gemeinsamen oder jeder für sich einen Freistellungsauftrag stellen. lps/Cb

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